Die Baugruppe Pegasus besteht aus Einzelpersonen, Paaren, Familien und Alleinerziehenden mit Kindern und umfasst mit Ende Oktober 2015 ca. 54 große und kleine Personen. Wir wohnen in 25 unterschiedlich großen Wohneinheiten und nutzen zusammen den Gemeinschaftsraum im Dachgeschoß mit seiner Terrasse und den Mehrzweckraum im Keller, der gerade so etwas wie ein Fitnessraum werden soll. Die Kleinkinder und Kinder im Volksschulalter finden im Kinderspielraum einen Platz, der sich im Bereich des feelgood Aparthotels befindet.

Das feelgood Aparthotel umfasst 8 Apartements, die im Südteil des Hauses im Erdgeschoß und im 1. Stock liegen. Karl Heinz und Anna Slabschi leiten es und sind mit ihren drei Kinderm auch Teil der Baugruppe. Da das Hotel ursprünglich als Familienhotel konzipiert war, wurde der Kinderspielraum dort eingeplant. Wie so manches andere auch hat sich das unterdessen geändert, geblieben ist die Lage des Kinderspielraums im Hotel, vom Innenhof aus zugänglich.

 

Wir sind eine untypische Baugruppe. Baugruppe im typischen Sinn bedeutet, dass sich eine Gruppe Menschen zusammenfindet, die einen gemeinsamen Traum teilen und aus dem heraus ein Haus zusammen bauen, sich den Architekten/die Architektin suchen und gemeinsam das Haus entwerfen, finanzieren und den Bauauftrag erteilen.

Bei Pegasus wurde das Pferd im wahrsten Sinn des Worten vom Schwanz her aufgezäumt: die Idee hatte unser Architekt Georg Baldass, er suchte einen Bauträger, der bereit war, sich auf das Experiment "Baugruppe" einzulassen (die Siedlungsgenossenschaft Neunkirchen - SGN) und gemeinsam wurde eine Organisation gefunden, die solche Gruppenprozesse unterstützen und begleiten konnte, wohnbund:consult. Wir funktionieren also ähnlich wie genossenschaftliches Wohnen - Finanzierung und Baudurchführung wurden durch die SGN übernommen. Mehr und anders als bei genossenschaftlichem Wohnen war die Möglichkeit, v.a. für die Mitglieder am Anfang, mitzuplanen und mitzugestalten.

Mitgestalten ist auch heute ein wichtiger Teil.

Zudem wurde, als geförderter Wohnbau der Stadt Wien, ein Drittel der Wohnungen über das Wohnservice Wien vergeben, worauf die bereits bestehende Gruppe keinen Einfluss hatte.

Wir hatten Glück, 90% der Dazugekommenen sind gut integriert und tragen die Baugruppe mit, und sei es auch nur durch einen kleinen finanziellen Beitrag monatlich.

Wir sind ein Verein. Der gewählte Vorstand ist mit den anderen Baugruppen auf unserem Baufeld D13 und der Bauträgerin und Verwalterin, der SGN, in engem Kontakt, um Anstehendes gemeinsam zu besprechen und zu entscheiden. Entscheidungen fallen daher - meist sehr pragmatisch - in den Vollversammlungen unserer Baugruppe, vorbereitet vom Vorstand und ExpertInnen und Arbeitsgruppen.

Unsere Gemeinschaft lebt von jenen, die bereit sind, sich in irgendeiner Form zu engagieren.

Die ursprüngliche Idee, wie sie von der Anfangsgruppe 2012 formuliert wurde, beschreibt uns immer noch recht gut:

Die Gruppe PEGASUS will selbstbestimmten Raum sowohl für individuelles als auch zwangloses gemeinschaftliches Wohnen und Leben schaffen. Verfolgt wird ein „pragmatischer“ Ansatz zielstrebiger Projektentwicklung. Ziel ist eine Hausgemeinschaft der Vielfalt ohne zu viel „ideologischen“ Ballast von Weltanschauungen, ökologischen oder religiösen Motiven – „heterodox“ statt orthodox eben! Urban wohnen, aber mit viel privatem und gemeinschaftlichem Freiraum. Verbindendes Element der Baugruppe ist die Chance der gemeinsamen Planung und Gestaltung des Wohnquartiers.

Die soziale Gemeinschaft soll damit bereits im Planungsprozess gestärkt werden. PEGASUS will eine lebendige Nachbarschaft formen, die Beteiligung ermöglicht, aber sie nicht erzwingt. Realistische Erwartungen an die Gruppenmitglieder sind die Bereitschaft sich zu engagieren, Kommunikationsfähigkeit, ein solidarischer Umgang und das Interesse, sich auf andere Menschen einzustellen – mehr nicht!

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